Caroline Lesire &Ilios Kotsou
„Ein Baum, der fällt, macht mehr Lärm als ein Wald, der wächst“, sagt ein afrikanisches Sprichwort.
Der Psychologe Albert Bandura hält die Hoffnung, dass unser Tun etwas bewirkt als Grundlage für unsere Motivation. Er nennt dieses Gefühl „Selbstwirksamkeit“. Wenn wir nicht davon überzeugt sind, dass wir etwas ändern können, gibt es auch keinen Grund aktiv zu werden und uns den Schwierigkeiten zu stellen. (vgl. S. 166)
Die Hoffnung ist also unverzichtbar, um ein Engagement zu entwickeln, das sich auf einen zuversichtlichen und realistischen Optimismus stützt. Wir müssen auf den Wald horchen, der wächst, statt unser Ohr einzig auf das Krachen der fallenden Bäume zu richten. Dann merken wir sehr schnell, dass wir nicht die Einzigen sind, die sich in Bewegung gesetzt haben. Dass viele positive Veränderungen bereits geschehen sind. (vgl. S. 167)
Wir müssen den Weg der Veränderungen in kleine Schritte aufteilen, damit wir nicht an der Größe unserer Aufgabe verzweifeln. Wenn wir den Mut zum Aufbruch finden wollen, sollten wir uns die Bedeutung unserer kleinen Schritte bewusst machen, und sie für das schätzen, was sie sind. Wir sollten uns nicht verrückt machen mit dem Starren auf Ergebnisse, die nicht nur von uns abhängen und sich auch nicht sofort ergeben. ( vgl. S. 169)
Die Erfahrung zeigt, dass kleine Emotionen und alltägliche Gesten nicht selten eine Spirale des Positiven in Gang setzen. Wenn wir unser Verhalten ändern und beschließen, unser Leben ein wenig mehr an unseren Prinzipien auszurichten, hat das nicht nur Auswirkung auf uns, sondern auch auf unsere Umwelt und die Menschen, mit denen wir zu tun haben. (vgl. S. 169 f.)
Handeln ohne Erwartungen
Einem Weisen kam zu Ohren, dass es im Wald gebrannt haben soll. Er ruft seine Schüler zusammen und sagt: „Wir müssen neue Zedern pflanzen.“
„Zedern, Meister? Aber die brauchen ja tausend Jahre zum Wachsen!“
„Dann müssen wir uns beeilen. Wir dürfen keine Sekunde verlieren.“
(vgl. S. 171)
Literatur:
Lesire Caroline & Kotsou Ilios: Bewusstsein in Aktion (S. 163 – 171) in: André, Christophe, Kabat-Zinn, Jon, Ricard, Matthieu, Rabhi, Pierre: Wer sich verändert, verändert die Welt. Für ein achtsames Zusammenleben. Kösel Verlag 2014
Das ist ein sehr schöner Text!! Gratuliere!